2010 Sonderausstellung “Kinderzüge in die Schweiz”

Nach dem Buch von Dr. Bernd Haunfelder. Die Hilfe des Schweizerischen Roten Kreuzes 1945-1956 für notleidende Kinder

Die Ausstellung zeigte Bilder von den Kinderzügen in die Schweiz. Von 1946 bis 1956 wurden über 181’000 deutsche, österreichische und französische Kinder sowie Kinder aus weiteren europäischen von Krieg verwüsteten Ländern für einen Aufenthalt von drei Monaten in die Schweiz gebracht. Nach Aufruf durch das Schweizerische Rote Kreuz betreuten Familien diese Kriegskinder und rüsteten sie neu aus. Viele lebenslange Freundschaften sind in dieser Zeit entstanden und zeugen vom gegenseitigen Verständnis, von Solidarität in der unmittelbaren Nachkriegszeit, humanitärem Handeln der Schweizer Bevölkerung in schweren Zeiten und von Zivilcourage der Rotkreuz-Mitarbeitenden in den Verhandlungen mit den Besatzungsmächten im besetzten Deutschland.

Mit der vom Schweizerischen roten Kreuz geleiteten Verschickung unterernährten Kinder in die Schweiz wurde ein besonders humanitäres Kapitel aufgeschlagen.

Fast 44’000 deutsche Kinder sind nach dem Krieg von Schweizer Gasteltern zu einem dreimonatigen Erholungsaufenthalt eingeladen worden, über 181’000 waren es insgesamt aus ganz Europa.

Das Henry-Dunant-Museum führte im Dunant-Jahr 2010 der heutigen Bevölkerung vor Augen, dass damals so wie auch in der heutigen Zeit persönlicher Einsatz zur Minderung von Not und Elend vordringlich ist.